In den vergangenen Monaten hat sich die Bevölkerung von Erlenbach intensiv mit der Zukunft des Dienerhauses beschäftigt. Mit grossem Engagement, vielen Ideen und beeindruckendem Gemeinschaftsgeist ist ein konkreter Vorschlag entstanden: Das Dienerhaus soll als lebendiger Ort für Begegnung, Kreativität, Lernen und Zusammenhalt künftig als Gemeinschaftszentrum genutzt werden.
Der Gemeinderat hatte die AG Dorfläbe im November 2024 beauftragt, zusammen mit der ZHAW einen partizipativen Prozess zur zukünftigen Nutzung des Dienerhauses zu gestalten.
In Workshops, an zwei Tagen der offenen Tür und über die Website dienerhaus.ch konnten die Erlenbacherinnen und Erlenbacher ihre Ideen und Wünsche einbringen. Über 250 Ideen wurden gesammelt und gemeinsam weiterentwickelt.
Daraus entstand ein umfassender Vorschlag für ein Gemeinschaftszentrum, das Raum für Begegnung, Kultur, Bildung, Arbeit, Freizeit und soziales Miteinander bieten soll.
Der Gemeinderat hat den Nutzungsvorschlag der ZHAW und der AG Dorfläbe «Vorschlag aus dem partizipativen Prozess zur Nutzungsfindung im Dienerhaus: Gemeinschaftszentrum Dienerhaus» am 11. November 2025 entgegengenommen und den partizipativen Prozess zur Ideenfindung für die zukünftige Nutzung damit offiziell abgeschlossen.
Er würdigt ausdrücklich das grosse Engagement der Bevölkerung und bekennt sich grundsätzlich zur Nutzung als Gemeinschaftszentrum. Damit anerkennt er den breit abgestützten Wunsch nach einem Ort der Begegnung.
Die konkrete Ausgestaltung des Gemeinschaftszentrums wird nun in Abstimmung mit Fachpersonen inner- und ausserhalb der Verwaltung sowie mit einer Gruppe aus der Bevölkerung weiterentwickelt. Diese Gruppe soll sicherstellen, dass die unterschiedlichen Bedürfnisse und Perspektiven der Bevölkerung berücksichtigt werden. Wie diese Gruppe zusammengesetzt und wie man sich dafür bewerben kann, wird noch entwickelt und später bekannt gegeben.
Die Abteilung Gesellschaft leitet den weiteren Prozess, der durch eine externe Moderation begleitet wird, um die Zusammenarbeit aller Beteiligten optimal zu gestalten.
Mit der Entscheidung des Gemeinderats ist ein wichtiger Meilenstein erreicht. Das Dienerhaus soll ein Ort von, mit und für die Bevölkerung werden. Ein Ort, der die Lebensqualität stärkt, das Zusammengehörigkeitsgefühl fördert und das Dorfleben nachhaltig belebt.
Das Dienerhaus steht seit zwei Jahren leer, und sein Zustand wirkt zunehmend vernachlässigt. Bis zur definitiven Sanierung wird noch Zeit vergehen. Damit der Schwung aus dem Beteiligungsprozess nicht verloren geht, prüft der Gemeinderat eine Zwischennutzung, voraussichtlich konzentriert auf den Ökonomietrakt, um rasch und ohne hohe Investitionen starten zu können.
Der Gemeinderat hat die Abteilung Gesellschaft beauftragt, gemeinsam mit den Abteilungen Hochbau und Planung sowie Liegenschaften zu prüfen, welche Formen einer Zwischennutzung unter den aktuellen Bedingungen möglich sind.
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